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Wenn Kinder im Auto mit fahren, sollten Sie grundsätzlich in einer Babyschale oder einem Kindersitz transportiert werden. Wenn es um die passenden Kindersitze geht, haben Eltern eine große Auswahl an Modellen, Herstellern und Preiskategorien. Oft stellt sich die Frage, wie ist das Kind am besten sicher untergebracht? Welcher Kindersitz passt ins Auto und schneidet in Tests gut ab? Im Folgenden soll daher mit einigen Fakten das Wichtigste zum Thema Reboarder aufgeführt werden und Missverständnissen oder Vorurteilen entgegengewirkt werden.

 

 

Großer Schutz durch Rückwärtsfahren
Um dem Kind beim Autofahren den größtmöglichen Schutz zu bieten, ist ein Kindersitz obligatorisch. Das richtige Modell hängt dabei von vielen Faktoren wie Alter, Größe und Gewicht des Kindes ab. In der Regel ist es so, dass Kinder in den ersten 12 oder 15 Monaten in einer Babyschale transportiert werden. Bisher ist es in Deutschland noch nicht sehr weit verbreitet, Kinder im Folgesitz entgegen der Fahrtrichtung zu transportieren. Viele Eltern gehen davon aus, dass die Kinder am liebsten nach vorne gerichtet im Auto sitzen und gern aus dem Auto schauen etc.

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Allerdings ist diese Variante des Transportes mit Blick auf die Sicherheit der Kinder nicht empfehlenswert. Ein so genannter Reboard Kindersitz ist sicherheitstechnisch wesentlich besser auf die empfindliche Statur eines Kindes abgestimmt und bietet mehr Sicherheit im Vergleich zu herkömmlichen Kindersitzen bzw. Kindersitzen in Fahrtrichtung.

Reboard Kindersitze sind speziell konstruiert und somit auf die körperlichen Schwachstellen des Kindes abgestimmt. Bei einem Kleinkind macht der Kopf ein Viertel des Gesamtgewichts des Kindes aus. Das bedeutet eine große Gewichtsbelastung für das Kind, da die Nacken- und Rückenmuskulatur des Kindes noch nicht vollständig ausgebildet sind. Daher ist das Kind in einer Babyschale oder später in einem Kindersitz geschützt untergebracht.

 

 

Was passiert bei einem Unfall mit dem Kind?
kr-fteauswirkungDie Wirbelsäule und die Nackenmuskulatur eines Kindes sind nur schwach ausgebildet haben daher den von außen wirkenden Kräften etwa bei einem abrupten Bremsvorgang oder einem Unfall nichts entgegenzuwirken wie dies ein Erwachsener kann. Daher wirken die gesamten Kräfte mit voller Wucht auf den kindlichen Körper ein, weil keine Pufferzone vorhanden ist. Bei einem Frontalzusammenstoß wird das Kind - wenn es in einem vorwärts gerichteten Kindersitz untergebracht ist - nach vorn geschleudert und ruckartig wieder zurück. Dies gilt vor allem für den Nackenbereich und den Kopf. Bei einem frontalen Crash kann das Kind schwere Kopf- oder Wirbelsäulenverletzungen davontragen. Bleibende Schäden oder gar tödliche Verletzungen können die Folge sein. Mit einem Reboard Kindersitz sind die Wirbelsäule und der Nackenbereich deutlich besser geschützt. Die Rückenlehne fängt dabei wie eine Art Schutzschild einen großen Teil der Kräfte ab, die bei einem Unfall auf das Kind einwirken. Bei einem Aufprall wird das Kind in den Sitz gedrückt und die Kräfte wirken auf den ganzen Körper. Die Kraft wirkt gleichmäßig auf den ganzen Rücken und dämpft somit die Kräfte des Aufpralls. Erst dann wird das Kind wieder nach vorne geschleudert, sodass die Belastung für das Kind durch die nun schwächeren Kräfte eine geringere Belastung vorliegt. Auch mit einem rückwärts gerichteten Sitz kann ein Kind nicht zur Gänze vor schweren Verletzungen geschützt werden, doch die Risiken sind deutlich geringer.

 

Vorteile der Reboard Kindersitze
Seit vielen Jahren sind die Reboard Kindersitze in Skandinavien üblich. Auch viele Unfallstatistiken sprechen für die Verwendung von rückwärts gerichteten Kindersitzen. Realitätsnahe Experimente haben belegt, dass das Verletzungsrisiko der Kinder um bis zu 90% gesenkt werden kann, wenn das Kind in einem Reboarder transportiert werden. Vorreiter ist hier vor allem Schweden, wo es kaum noch Kindersitze in Fahrtrichtung gibt. In Deutschland dagegen kommen die sicheren Reboard Kindersitze erst in den letzten Jahren auf. Viele Eltern hegen auch die Bedenken, dass das Kind sich mit dem rückwärts Fahren nicht wohlfühlt und nicht richtig hinaus sehen kann. Dies ist wohl aber vor allem eine Sache der Gewohnheit. Das Kind sitzt jedoch erhöhter als in vergleichbaren Sitzen, sodass der Blick aus dem Fenster noch leichter fällt.

Die Vorteile eines Reboard Kindersitzes gegenüber herkömmlichen Kindersitzen tragen allmählich dazu bei, dass die Reboard-Kindersitze sich auch bei uns durchsetzten.

Die wichtigsten Vorzüge sind:
- Erhöhte Sicherheit
- Mehr Komfort für das Kind
- Liege- und Sitzposition mehrfach individuell verstellbar
- Stabil und robust
- höher und bietet damit eine bessere Sicht aus dem Fenster

Bei den rückwärts gerichteten Kindersitzen gibt es eine Vielzahl von Ausführungen, Designs und Modellen. So ist es wichtig, dass der Sitz auf das Kind individuell angepasst ist, aber auch der perfekte Einbau im Auto. Man darf nicht vergessen: auch ein Kindersitz muss exakt passen, ähnlich wie ein Schuh oder ein Kleidungsstück. Nur so können Sicherheit und Komfort für das Kind optimal gewährleistet werden. Dazu muss der Kindersitz der Größe und dem Gewicht des Kindes angepasst sein sowie dem stetigen Wachstum des Kindes Rechnung tragen, z. b. was die Sitzhöhe anlangt, um den Kopf optimal zu schützen oder auch die Bewegungsfreiheit insgesamt. Daher bieten die Hersteller ihre Produkte für verschiedene Größen und Ausführungen passend zu Körpergröße und dem Gewicht des Kindes an. Die Kindersitze sind zum einen umfassend gepolstert, zum anderen so konstruiert, dass der sensible Bereich Kopf und Nacken bei einem Aufprall oder einfach beim Schlafen nicht unkontrolliert nach vorne kippt.
Schlechtes Image durch mangelhafte Bewertungen

 

Warum schneiden Reboardsitze schlecht in den Tests ab?
aufprallh-ufigkeitViele Verbraucher vertrauen beim Kauf von Geräten oder Alltagsgegenständen auf die Bewertungen und Urteile anderer Konsumenten, den Rat von Bekannten und Angehörigen oder aber durch offizielle Vergleichstests durch Verbraucherschutzorganisationen. Weil hier die Reboard Sitze oft schlecht bewertet wurden, genießen sie noch immer ein schlechtes Image, viele Eltern reagieren mit Skepsis. Renommierte Institutionen wie Stiftung Warentest oder ADAC bestärken die Skepsis und das ungewohnte Bild rückwärtsfahrender Kinder im Auto noch zusätzlich. Doch wie kommen die negativen Urteile zu Stande? Die Vergleichstests beruhen zur Hälfte auf die Bereiche Handhabung und Ergonomie. Aufgrund der aufwändigeren Konstruktion benötigen Reboard Sitze mehr Platz als vergleichbare vorwärts gerichtete Kindersitze. Auch der Einbau ist etwas komplizierter. Dafür sind die Kinder erwiesener Maßen besser geschützt. Erwachsene kennen das Phänomen in ähnlicher Form, wenn wir im Zug, Bus oder der Bahn rückwärtsfahren und das Fahrzeug plötzlich stark bremsen muss.

Leider haben Sitze die Gruppenübergreifend und in beide Richtungen genutzt werden können in Deutschland kaum eine Chance auf ein gutes Ergebnis. Die Sitze werden immer in allen möglichen Varianten getestet und nur das schlechteste Testergebnis wird verwendet. Somit wird ein Sitz der rückwärts mit sehr guten Werten geprüft wird und vorwärts nur mittelmäßig - immer als mittelmäßig eingestuft. Viele Modelle können vorwärts genutzt werden, die optimal Nutzung ist jedoch die rückwärts gerichtete Nutzung.

 

Mein Kind und ich sehen uns nicht
Richtig ist, dass die Kommunikation mit einem Kind, das Rückwärts sitzt, schwerer fällt. Kleine Rückspiegel an den Kopfstützen können dies aber wieder ausgleichen.

 

Sind Reboardsitze nicht sperrig und teuer?
Viele Eltern haben auch die falsche Einschätzung, dass die Reboarder nicht ins Auto passen. Tatsächlich bieten die Unternehmen Reboard Sitze an, die für kompaktere und größere Fahrzeuge gleichermaßen passen, man muss das Modell des Kindersitzes einfach entsprechend dem Fahrzeugtyp auswählen. 

Fakt ist auch, dass Reboard Sitze vergleichsweise teurer sind, die Sitze aber stabiler und sicherer sind. Viele Experten raten uneingeschränkt zu Reboard Sitzen. Bei Fachhändlern oder Online finden Eltern umfangreiche Informationen sowie ein umfassendes Angebot an geeigneten Reboard Sitzen namhafter Hersteller.

 

Was ist Isofix?
Im Zusammenhang mit Kindersitzen und Fahrsicherheit im Auto fällt häufig der Begriff Isofix. Was ist damit gemeint? Dabei handelt es sich um ein standardisiertes technisches System zum Einbau von Kindersitzen im Auto. Die Isofix-Zangen am Sitz sowie die Isofix Bügel im Auto werden verbunden bilden eine starre Verbindung zwischen Fahrzeug bzw. Karosserie und dem Kindersitz. Im Fall einer heftigen Bremsung oder einer Kollision vermindern die auf das Kind einwirkenden Kräfte unmittelbar. Das System wurde in den 1990er Jahren entwickelt und ist seit etwa 2000 für fast alle Hersteller von Kindersitzen und Fahrzeugen von der EU zugelassen.

 

 

 

Schützling
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